[Rezension] Es wird keine Helden geben von Anna Seidl

Anna Seidl | Oetinger Verlag | 256 Seiten | ISBN: 978-3841504029
Preis: 14,99€ (HC), 8,99€ (TB)7,99€ (Ebook)
Erinnerungsstück
(Werbung – Rezensionsexemplar)

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Klappentext:

Alles beginnt wie ein normaler Schultag. Doch kurz nach dem Pausengong hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Sie überlebt – fragt sich aber, ob das Leben ohne Tobi und mit den schlimmen Albträumen noch einen Sinn hat. Waren Miriam und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?
(Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Man wird direkt von der ersten Seite an mitten ins Geschehen katapultiert. Die Autorin beginnt ihr Buch direkt mit dem Amoklauf und raubt dadurch ihren Lesern direkt zu Beginn den Atem. Sie schreibt alles aus der Ich-Perspektive von Miriam, einer Schülerin.
Und ich glaube genau aus diesem Grund war es für mich auch nicht möglich, das Buch beiseite zu legen. Anna Seidl schreibt so echt, so nah am Geschehen das man fast selbst das Gefühl hat alles mit zu erleben. Sie hat mich schockiert und im nächsten Moment lief es mir eiskalt den Rücken hinunter.

Es ist bereits sehr schlimm wenn man in den Nachrichten hört das es einen Amoklauf gab und darüber berichtet wird. Aber das ganze aus der Sicht einer Schülerin zu lesen war noch einmal etwas ganz anderes.
Aber es geht in dem Buch nicht nur um den Amoklauf an sich, sondern auch um die Schüler und Lehrer und größten Teils um Miriam selbst. Sie hat jemanden verloren und muss nun lernen damit zu leben. Die Autorin schickt uns, in meinen Augen, auf eine sehr emotionale Achterbahnfahrt. Miriam ist oft verzweifelt, überfordert und weiß einfach nicht wie es weiter gehen soll.

Es kommen auch öfters Einblicke in Miriams Leben bevor der Amoklauf passiert ist. Wie ihr Leben vorher war und vor allem auch, wie sie und ihre Freunde mit dem Amokläufer umgegangen sind. Gerade das fand ich auch sehr interessant und es mich meine Augen öffnen lassen. Gerade auch kleine Sticheleien können bei jemand anderem große Auswirkungen haben.

Fazit:

Ein Roman der schockiert, fesselt und die Augen öffnet. Ich bin sehr froh dieses Buch gelesen zu haben und es wird mich auch noch eine zeitlang begleiten. Ich werde es definitiv weiterempfehlen und gerade auch Jugendlichen sollte man dieses Buch ans Herz legen.

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